Dieses Grundkapital war der Königin sehr wichtig: „Es ist eine große Verantwortung, Spenden von Privatpersonen und Unternehmen zu verwalten. Sie erwarten, dass das Geld an der richtigen Stelle ankommt – und genau dass ist ja auch mein Ziel. Deshalb war das Geld der Co-Founder so eine wichtige Voraussetzung. Die Rendite nutzen wir für die Administration, so dass fast jeder gespendete Euro direkt an die Projekte gehen kann.“
Wir danken allen Partnern
Eine weitere Voraussetzung war, dass Childhood nicht mit anderen Kinderrechtsorganisationen konkurrieren sollte. Statt Privatpersonen um Spenden zu bitten, wandte sich die Stiftung deshalb hauptsächlich an Unternehmen. „Corporate Social Responsibility war ein ziemlich unbekannter Begriff als wir anfingen“, erinnert sich die Königin. „ Childhood war eine der ersten Organisationen, die auf diese Weise mit Unternehmen arbeitete.“ Die Stiftung hat heute mehrjährige Kooperationsverträge mit ausgewählten Firmen, die sogenannte „Major Partners“ sind. So tragen Volvo PKW Schweden, ICA und Vattenfall seit langem mit finanziellen Mitteln zum Erfolg von Childhood bei, unterstützen die Stiftung aber auch auf andere Weise, wie z.B. durch Veranstaltungen.
?xml:namespace>
„Ohne die Unterstützung von Privatpersonen, Unternehmen und Mitbegründern wäre Childhood nie Realität geworden“, sagt Königin Silvia. „Mein herzliches Dankeschön gilt allen Partnern von Childhood. Sie waren und sind in allen Bemühungen fantastisch!“
Fokus auf Mädchen
Jedem Kind sein Recht auf Kindheit zu bewahren, ist von Anfang an das übergeordnete Ziel von Childhood. Die Stiftung soll das Recht der Kinder auf ein behütetes Aufwachsen schützen und sich weltweit besonders für bessere Lebensbedingungen Not leidender Kinder einsetzen. Unter der Führung der ersten Generalsekretärin Gunilla von Arbin, entschied sich die Stiftung, einen besonderen Fokus auf Mädchen zu legen.
?xml:namespace>
Mädchen sind besonders anfällig für sexuellen Missbrauch, Gewalt und Ausbeutung. Auch in Deutschland fördert Childhood viele Projekte, die hier ansetzen. So zum Beispiel „DonyA“, ein in seiner integrativen Form in Deutschland einmaliges Konzept einer interkulturellen
Wohngemeinschaft für Mädchen. Die WG des Berliner Wildwasser e.V. ist ein Zufluchtsort für 12- bis 18-Jährige, die Gewalt erfahren haben und in ihrer Familie nicht mehr leben können oder wollen. Sie bietet Platz für zehn Mädchen, unabhängig von ihrer kulturellen Herkunft, dem religiösen Hintergrund oder Aufenthaltsstatus. In Düsseldorf unterstützt die Stiftung „stop mutilation e. V.“, eine Einrichtung, die Beratung zum Thema Beschneidung anbietet.
?xml:namespace>
Selbstverständlich kümmert sich Childhood aber auch um Projekte für Jungen und junge Männer. Ein Beispiel sind die „Berliner Jungs“, eine Initiative des Vereins SUB/WAY e.V., der Jungen durch intensive Präventionsarbeit vor pädosexuellen Übergriffen zu schützen versucht. Ein Info-Mobil steuert Einkaufszentren, Schwimmbäder und Parks an, klärt Kinder vor Ort über Täterstrategien auf und zeigt, wie sie sich wehren können.
Mehr Respekt für die Kinderrechte
Vor zehn, fünfzehn Jahren wurde sehr wenig über Kinderhandel und sexuellen Missbrauch von Kindern gesprochen. Diese Themen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, ist immer noch eine der wichtigsten Aufgaben von Childhood. Königin Silvia freut sich, dass es tatsächlich eine positive Veränderung gibt: „Heute wird mehr Verantwortung dafür gezeigt, dass Kinder vor sexuellen Übergriffen geschützt werden sollen, wie es in der UN-Kinderrechtskonvention steht.“
?xml:namespace>
Die circa 500 Projekte, die Childhood seit dem Start 1999 gefördert hat, haben auf unterschiedlichste Art und Weise dazu beigetragen, die Inhalte dieser Konvention bekannt zu machen und dafür zu sorgen, dass sie umgesetzt werden. So wurden z. B. 300 russische Polizisten darin ausgebildet, den Hintergrund krimineller Handlungen von Kindern zu verstehen und entsprechend darauf zu reagieren.
Die Menschen, die sich engagieren, sind die Helden von Childhood
So oft sie kann, besucht die Königin auf der ganzen Welt Projekte, die von Childhood gefördert werden.
?xml:namespace>
Es ist ihr wichtig, ihr Interesse und persönliches Engagement deutlich zu machen und die Beteiligten spüren zu lassen, dass ihre wichtige Arbeit gewürdigt wird. “Die Menschen in unseren Projekten sind unsere wahren Helden. Die Projektleiter und ihre Mitstreiter brennen für die Ideen und geben nie auf, gleich welche Schwierigkeiten sich ihnen entgegen stellen.“
Die Begeisterung und Einsatzbereitschaft dieser Menschen für die Schwächsten unserer Gesellschaft ist auch für Königin Silva von Schweden immer wieder Ansporn, ihre erfolgreiche Arbeit weiterzuführen: „ Die Childhood-Familie wird sich auch weiterhin für das Recht der Kinder auf eine Kindheit einsetzen und dafür, dass alle Kinder die Chance auf eine glücklichere Zukunft haben“, verspricht die Königin.
„Als ich Childhood gründete, hatte ich den Traum, die Stiftung bald wieder auflösen zu können, in der Hoffnung, dass sie überflüssig geworden wäre. Aber unsere Hilfe wird noch benötigt. Und deshalb werde ich in meinem Engagement für die Kinder, die uns brauchen, nicht nachlassen. Und wer weiß, vielleicht müssen wir kein 20jähriges Jubiläum feiern?“
MAJA SVENONIUS
Fakten über Childhood
Zielgruppen: Straßenkinder, Heimkinder, sexuell missbrauchte Kinder, gefährdete Mädchen und junge Mütter.
Ausgangspunkt: Der Arbeit von Childhood liegt die UN-Kinderrechtskonvention zu Grunde
Projekte: Seit dem Start unterstützte Childhood mehr als 500 Projekte in 16 Ländern. Im Moment sind es mehr als 100.
Projektländer: Brasilien, Estland, China, Lettland, Litauen, Moldawien, Polen, Russland, Schweden, Südafrika, Thailand, Deutschland, Ukraine und USA.
Projektförderung: Seit dem Start hat Childhood rund 37 Mio. US Dollar an verschiedene Projekte gestiftet.
Stiftungen: Es gibt Childhoodstiftungen in Brasilien, Deutschland, USA und Schweden. Alle Stiftungen bemühen sich um Spendengelder und fördern Projekte im eigenen Land. Die schwedische Stiftung ist für das globale Projektportfolio zuständig.
Angestellte: Insgesamt 18 Personen.
Spenden: Childhood Deutschland ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt. Dank der Unterstützung der Co-Founder sind die Verwaltungskosten nahezu gedeckt. So kann die Stiftung sicherstellen, dass alle Spenden bei den von Childhood geförderten Projekten ankommen.
?xml:namespace>
?xml:namespace>
?xml:namespace>
?xml:namespace>